Technopark «Strogino»

Heutzutage gibt es in Moskau 33 Technoparks. Deren Residenten können die Räume zu günstigen Preisen mieten und verschiedene Ermäßigungen von der Moskauer Regierung beanspruchen. In einem Interview an das Moskauer Investitionsportal hat der Generaldirektor des Technoparks „Strogino“ Sergej Teplow über dessen Infrastruktur und Präferenzen für Business erzählt.

– Sergej Wladimirowitsch, wann und auf welcher Basis wurde der Technopark „Strogino“ gegründet?

– Die Einzigartigkeit dieses Technoparks besteht darin, dass er nicht auf irgendeiner Basis gegründet wurde, sondern ursprünglich als Technopark geschaffen wurde. Das war ein vernachlässigtes Bauobjekt, das eine Gefahr für Menschen darstellte. Die Stadt hat beschlossen, das Objekt instandzusetzen und einen Technopark zu bauen.

Der Technopark «Strogino» wurde 2007 als Technopark zur Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmer im Innovationsbereich geschaffen. Das ist ein gemeinsames Projekt der Moskauer Regierung  und des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation. Hauptsache, das Projekt wurde als ein einheitliches Infrastrukturobjekt konzipiert und umgesetzt, das einem Geschäft auf jeder Ebene – von der Idee bis zur Produktion – Unterstützung und Möglichkeiten gewährt. Vor 11 Jahren gab es kein derartiges Objekt in Moskau.

Im Laufe von 11 Jahren hat das Gründerzentrum „Strogino“ rund 300 Start-ups gefördert. Die Unternehmen, die vor nicht mehr als drei Jahren gegründet wurden, können hier verschiedene Formen der Unterstützung von der Stadt bekommen. Ich glaube, dass sich unser Gründerzentrum völlig bewährt hat, weil 40% der Residenten des Technoparks heutzutage die Unternehmen sind, die gerade auf der Basis des Gründerzentrums entstanden sind. Das ist eine eigenartige Business-Treppe: Zunächst eine Idee, die nächste Stufe ist das Gründerzentrum, dann, wenn die Produktionsstätte und Laboratorien entstehen, ist das die Stufe des Technoparks.

Im Gründerzentrum kann sich ein Unternehmen drei Jahre befinden, im Laufe von denen der Start-up wächst und sich entwickelt, und dann setzen wir ihn in die Welt. Entweder zieht das Unternehmen in den Technopark um, wenn wir es hier ansiedeln können, oder funktioniert es weiter außerhalb des Technoparks.

– Erzählen Sie bitte über die Infrastruktur von «Strogino».

– Ursprünglich setzte sich „Strogino“ aus zwei Einheiten zusammen – das waren der eigentliche Technopark und das Gründerzentrum. Das alles ist auch bis heute geblieben, allerdings bleiben wir nicht stehen und entwickeln ständig unsere Dienste. Heute gibt es im Technopark auch einen Coworking und ein 3D-Prototyping-Zentrum. Es ist eine Plattform erschienen, nämlich der Technopark „Mosmedpark“, der ebenso von „Strogino“ betrieben wird. Hier wollen wir Technologien im Gesundheitsbereich entwickeln. Ich glaube, daraus wird ein kleiner Medizincluster. Die Fläche von „Strogino“ beträgt 17 Tsd. Quadratmeter, während die Fläche von „Mosmedpark“ 21 Tsd. Quadratmeter ausmacht.

Außerdem stellen wir Kongress-Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich Besprechungsräume, eine Konferenzhalle, einen Unterrichtsraum. Die zum Gründerzentrum gehörenden Unternehmen können die Besprechungsräume unentgeltlich benutzen.

– Welche Vergünstigungen sind den Residenten des Technoparks zugänglich?

– Wenn der Technopark ordnungsgemäß eingerichtet ist und richtig funktioniert, kann das schon als eine Vergünstigung für Business gelten. Beim Beitritt zum Technopark erhalten die Unternehmen  außer Ermäßigungen auch ein besonderes Umfeld:  Sie sind unter ihresgleichen – das ist ein eigenartiges Ökosystem, das Möglichkeiten zur Kommunikation und neuen Projekten bereitstellt.

Was die Ermäßigungen angeht, sind erstens für die Residenten des Technoparks Zuschüsse und Unterstützungsmaßnahmen von der Seite der Stadt zugänglich. Zum Beispiel, ist das ein vorrangiger Zugang zum Projekt „Made in Moscow“, das die Produkte auf den führenden ausländischen und russischen Fachmessen präsentieren lässt. Zudem gibt es eine Möglichkeit, Darlehen vom Moskauer Fonds zur Unterstützung der Industrie und des Unternehmertums zu 5 Prozent per annum aufzunehmen. Um diese Präferenz zu genießen, soll das Unternehmen ein Technopark-Resident sein.

Bei der Beantragung des Zuschusses für die Bezahlung von Leasingzahlungen für die erworbene Ausrüstung wird der Vorrang wiederum den Residenten des Technoparks gegeben.

Außerdem fördern wir unsere Mieter. Der Technopark ist eine Art Aggregator der Informationen von allen Organisationen, die auf die eine oder andere Art dem Unternehmen irgendwelchen Bonus geben können. Im Allgemeinen wissen die Unternehmen sehr häufig nicht über die Unterstützungsmaßnahmen, mit denen sie rechnen können. Und die Informationen sind in diesem Fall sehr wichtig: Wir suchen danach für unsere Residenten, helfen mit Kontakten und leisten eine Beratungshilfe.

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